Verwertung industrieller Federabfälle zur Entwicklung von nachhaltigen KeRatin basierten Materialien.

Weblink: www.karma2020.eu

Projektträger:

Laufzeit: Januar 2017 – Dezember 2019

Fördergeldgeber: European Union

Zusammenfassung: Die Geflügelindustrie erzeugt jedes Jahr riesige Abfallmengen. Weltweit werden jährlich 24 Milliarden Hühner vewertet und es fallen rund 8,5 Milliarden Tonnen Geflügelfedern an. Nach Angaben der Europäischen Kommission wurden im Jahr 2014 allein in der Europäischen Union (EU-28) 13,1 Millionen Tonnen Geflügelfleisch produziert, und dabei wurden geschätzt 3,1 Millionen Tonnen Federabfall erzeugt. Wie von der Vereinigung der Geflügelverarbeiter und des Geflügelhandels prognostiziert wird darüber hinaus erwartet, dass diese Zahlen in den folgenden Jahren aufgrund der Erhöhung des Geflügelfleischverbrauchs in den EU-Ländern weiter ansteigen wird. Trotz ihrer hohen Verfügbarkeit und ihrer Ausnutzung in Ländern wie USA oder Neuseeland gibt es in Europa immer noch eine sehr begrenzte Verwendung von Federn als Rohstoff in industriellen Anwendungen. Die Hauptgründe für diese Situation sind der Mangel an geeigneten effizienten Technologien für die Verarbeitung, Isolierung und Reinigung von Keratin, die Hauptkomponente der Federn, sowie das Fehlen bereits etablierter Verwertungsprozesse und die Einführung solcher Produkte. Infolgedessen landet die Mehrheit der Geflügelfedern gegenwärtig in Deponien, wird verbrannt oder ein kleiner Teil wird in Tierfutter mit geringem Nährwert umgewandelt. Die Entsorgung von Federn auf Deponien oder Verbrennungsanlagen wird zunehmend problematischer. Daher wird die Entwicklung alternativer industrieller Umwandlungsmethoden und Verwertungsstrategien für Geflügelfedern nicht nur den Wert der Federn als Rohstoff erhöhen, sondern auch die Umweltauswirkungen und Gesundheitsgefahren im Zusammenhang mit der Deponierung im Einklang mit der Deponie-Richtlinie reduzieren. In diesem Kontext ist das Ziel des KaRMA2020-Projektes die industrielle Fertigung und Verwertung von nachhaltigen Rohstoffen aus Federabfällen zur Entwicklung innovativer grüner Produkte für hochwirksame sektorübergreifende Märkte. Dieses Hauptziel wird durch folgende Schritte erreicht:
• Verbesserung der Abfallvorbehandlung und Konditionierungsvorgänge
• Optimierung der Isolierung von Keratin und anderen faserbasierten Rohstoffen
• Validierung der federbasierten Rohstoffe für bio-basierte Endprodukte

Kontakt: Carmen Michels

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