Geschäumte Thermoplaste enthalten Blasen, die während des Verarbeitens intakt geblieben sind (geschlossenzelliger) oder sich miteinander verbunden haben (offenzelliger Schaum).
Ein Sonderfall der geschlossenzelligen sind die – meist im Spritzgießverfahren hergestellten – Integralschäume. Sie haben eine dichte, stabilisierende und z. B. auch lackierbare Außenhaut mit in der Tiefe zunehmender Blasenzahl und Größe. Alle Typen sind leicht, isolieren thermisch und dämpfen Schall- und mechanische Schwingungen. Die offenzelligen können zudem Flüssigkeiten und Gase aufnehmen.

Schlüsselanwendungen sind die schuhherstellende Industrie, Spielwaren, der Fahrzeugbau, die Logistik, die Luft- und Raumfahrt, Verpackungen und Baustoffe.

Das Schäumen selbst kann chemisch oder physikalisch erfolgen. Zum chemischen Schäumen (bei Schmelzetemperaturen bis ca. 250 °C) enthält das Granulat ab Hersteller oder als Masterbatch zugemischte Treibmittel-Additive, die während des Aufschmelzens Kohlendioxid- oder Stickstoffblasen entstehen lassen. Solche Granulate lassen sich auf Maschinen ohne komplexe Zusatzsysteme verarbeiten. Bei dem auch für höhere Temperaturen geeigneten physikalischen Schäumen werden entsprechende Treibmittel während der Extrusion oder des Spritzgießens in die Schmelze injiziert.

Grundsätzlich eignet sich eine Vielzahl von Thermoplaste für das Schäumen. Den Wunsch nach biobasierten Typen erfüllt FKuR dabei mit EVA-Produkten aus dem I’m Green™-Portfolio.